Projekte

FÜR CLIO

Installationsansicht

Installationsansicht, 2015.

Auf Einladung entstand die Installation „Für Clio“ (2015), die mit ihrem Titel Bezug auf die Muse der Geschichtsschreibung nimmt. Der Ausstellungsraum ist ein achteckiger Holzpavillon mit Reetdach in Pinneberg, der 1840 ein Geschenk der Dänischen Königin C. A. von Augustenburg für ihre Brieffreundin A. Jessen war. Inspiriert durch die geschichtsträchtige Architektur des 12,5 m² großen Raums wurden weiße Viskosefäden zu einer Form geknotet, die an eine Hängematte erinnert. Dabei verlaufen die Fäden der mittleren Fläche ausschließlich parallel. Auf dem Boden ist aus schwarzen Klebebändern eine vergleichbare Form geschaffen. Zwei der drei Fenster, sowie die Tür, stehen offen und lassen Luft in den Innenraum des Pavillons. Außerhalb des Gebäudes stehen zwei Windmaschinen im Gras, verstärken den leichten Luftzug durch die geöffneten Fenster um eine zarte Bewegung der Fäden zu initiieren.

 

 

GEFAHRENGEBIET

Videostill, 2014.

Videostill, 2014.

„Gefahrengebiet“ (2014) ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit von Dagmar Detlefsen (Fotografie), Maximilian Voss (Kamera) und Niko Wolf (Aktion, Drucke) entstanden ist. Der Werktitel nimmt einen Begriff auf, der in seiner öffentlichen Diskussion polarisiert und dabei Raum bietet für vielfältige Reflektionen über urbanes Leben und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen von Recht, Sicherheit und Kontrolle.

Die Markierung des Gefahrengebietes mit Straßenkreide in Altona ist eine künstlerische Aktion, die sich in folgenden Werkteilen manifestiert: Video „Gefahrengebiet“ (3:16 Min./ 16:9/ HD/ 14.02.2014), fünf Drucke (je 31 x 23 cm, Linolfarbe auf Japanpapier, 2014), die Grundflächen städtischer Gebiete zeigen (Gefahrengebiet (Hamburg), Central Park (NYC), Taksim-Platz und Gezi-Park (Istanbul), Giardini (Venedig), Verbotene Stadt (Peking)) und 120 Fotografien (13 x 18 cm, Digitaldruck auf Karton, 14.02.2014), die Details der Markierung widergeben.

SCHERE, STEIN, PAPIER

O.T. (Foto 1), 2013.

O.T. (Foto 1), 2013.

O.T. (Foto 2), 2013.

O.T. (Foto 2), 2013.

O.T. (Foto 3), 2013.

O.T. (Foto 3), 2013.

Skizze für Installation, 2013.

Skizze für Installation, 2013.

Die Arbeit „Schere, Stein, Papier“ ist eine Soundinstallation: Sie besteht aus drei dreibeinigen Hockern mit je einem Kopfhörer, aus denen drei Geräuschen zu hören sind. Eine CD-Anlage mit eingeschalteter Random- und Repeatfunktion spielt die Geräusche ab: Track 1: Raschelndes Papier, Track 2: Schlagen harter Gegenstände, Track 3: Schneiden von Papier. Drei Fotos ergänzen die Installation und zeigen eine Schere, einen Stein und Papier.

DAS GROßE LÜFTEN I

Schattenbild im Dampfbootwartezimmer, 2013.

Schattenbild im Dampfbootwartezimmer, 2013.

„Das große Lüften 1“ ist eine konzeptuelle Arbeit, die in Zusammenarbeit mit Dagmar Detlefsen entstand. Das Projekt besteht aus Fotografie (Detlefsen) und Installation (Wolf) und nahm Bezug zum Dampfbootwartezimmer, wo es präsentiert war. Sechs Bodenventilatoren garantierten eine permanente Umwälzung der Luft im Ausstellungsraum. Neben dem Surren der Motoren erzeugten die Ventilatoren ein unsichtbares skulpturales Gebilde, das als kühler Luftstrom erfahrbar war. Durch die Bewegungen des Berachters und das Öffnen bzw. Schließen der Tür war das Luftvolumen in seiner Form veränderbar und somit zeitweise verformbar. Mit der Fotografie ergänzte Dagmar Detlefsen das Projekt inhaltlich um eine visuelle und eine weitere zeitbezogene Ebene. [Abbildungen_Lüften1]

MAULWURFSHÜGELREGISTER

N-00595, 2011.

N-00595, 2011.

N-040311/00595, 2011.

N-040311/00595, 2011.

N-00693, 2012.

N-00693, 2011.

N-240311/00693, 2011.

N-240311/00693, 2011.

Das „Maulwurfshügelregister (Mwhr)“ (2011) ist eine konzeptuelle Arbeit, das sich ortsspezifisch auf das vom Bildhauer Johann Bossard (1874-1950) zwischen 1911 und 1950 geschaffene Gesamtkunstwerk in Jesteburg-Lüllau bezieht, das heute als Museum geführt wird.
Mit der Registrierung sämtlicher Maulwurfshügel, die sich auf dem 3 ha großen Areal in einem Zeitraum von vier Monaten befanden, umkreist der Mwhr die Frage nach den Grenzen im Gesamtkunstwerk: „Wo fängt im Gesamtkunstwerk die Kunst an bzw. hört sie auf?“
Die Arbeit beinhaltet Fotos und Registerkarten der registrierten Maulwurfshügel, Grundstückskarten und ein Video. Letzteres wird auf einen Sockel projiziert und zeigt den Entstehungsprozess eines Maulwurfshügels (29:34 min. LOOP/ 1:1/ HD).

ERDHÜGELMUSEUM ODER: DIE ÖKONOMIE DES VERGESSENS

Karte (o.T.), 2011.

Karte (Grundstück), 2011.

Karte (o.T.), 2011.

Karte (o.T.), 2011.

Das „Erdhügelmuseum oder: Die Ökonomie des Vergessens“ (2012) ist eine Weiterführung des Maulwurfshügelregisters. Eine für das Projekt beauftragte Jury, bestehend aus einer Biologin und Kunsthistorikerin sowie einem Architekten, Künstler und Bankkaufmann, wählte aus den Fotos registrierter Maulwurfshügel fünf Bilder aus, die als Postkarte gedruckt zum Ausstellungsobjekt des Erdhügelmuseums wurden und dem Ausstellungsbesucher als Souvenir kostenlos zur Mitnahme angeboten werden. Neben den Objekten des Mwhr beinhaltet das Projekt stichwortartig die Korrespondenzen mit den Jurymitgliedern sowie Postkarten, die dem Betrachter als kostenloses Souvenirs angeboten werden.

GRENZPUNKTE

Standpunkt 313 (Neuenkirchen), 2012.

Standpunkt 313 (Neuenkirchen), 2012.

Dok313a.72neu

Dialog 313, 2012.

Dialog 313, 2012.

031572

Standpunkt 315 (Kakenstorf), 2012.

Dialog 315, 2012.

Dialog 315, 2012.

GRENZPUNKTE (2012) ist eine künstlerische Feldforschung, die aus Radtouren, Honiggläsern, Fotos, Dialogen, detaillierten Daten zu Standorten und einer Karte besteht.
Auf Radtouren durch die nordöstlichen Landkreise Niedersachsens geht es um die Frage, wo der Reisende im öffentlichen Raum „Willkommen“ geheißen wird. So werden Passanten vor entsprechenden Schildern gebeten, Fotos zu knipsen und erhalten als Gegenleistung jeweils ein kleines Honigglas aus heimischer Bienenhaltung.
Das Foto, das in seiner beiläufigen Entstehung dem Schnappschuss eines Reisenden vor einer touristischen Attraktion ähnelt, wird zum Dokument der Aktion. Dabei wird an jedem Standort erneut subtil die Grenze zwischen Gast und Gastgeber, Einheimischen und Fremden, touristischer Sehenswürdigkeit und alltäglicher Belanglosigkeit unterlaufen.

MORGENSTUND´

Installationsansicht, Kunstverein Buchholz/ Nordheide, 2012.

Installationsansicht, Kunstverein Buchholz/ Nordheide, 2012.

Videostill, 2012.

Videostill, 2012.

Morgenstund´ benennt eine Installation und das daraus entstandene Video: Ein Zelt ist aus Filz, Wolle, Sand und Holz gearbeitet und wird auf dem Monitor im Zelt erneut sichtbar. Das Video (60:00 min./ 3:2/ HD) dokumentiert das Zelt in einem öffentlichen Parkhaus zwischen 4:05 Uhr und 5:05 morgens. Konträr zum schnellen Szenenwechsel vieler Filme zeigt das Video keine Handlungen. Eher wird der geduldige Betrachter Zeuge wie die Nacht langsam zum Tag wird, die anfangs noch seltenen Hintergrundgeräusche im Video mischen sich mit Vogelgezwitscher, während sich die Geräusche von vorbeifahrenden Pkws, Lkws und Zügen stetig zu fast konstantem Verkehrlärm steigern.

JESTEBURGER BÄUME

Videostill 2011.

Videostill, 2011.

„Jesteburger Bäume“ ist ein temporäres Fotoprojekt, das mit dem Bezug zum so genannten „Jesteburger Kunstpfad“ entstand: Frisch gepflanzte Bäume dienten als Kulisse inszenierter Fotos vor Ort. Als schwarz-weiß Kopien wurden in vier Fotostrecken an benachbarte Bäume gehängt und den Wettereinflüssen und Passanten überlassen worden.
Zur Dokumentation der Aktion entstand ein Video in zwei Teilen (91:49 min. Loop/ 16:9/ HD).

KINDHEIT

Kindheit (4 aus 32), 2011.

Kindheit (4 aus 32), 2011.

Das Projekt „Kindheit“ basiert auf einer biografischen Recherche und besteht aus 32 Einzelrahmen, die aus Fotos und weißem Karton zusammengefügt sind:
Unbekannte Bilder der eigenen Vergangenheit legen Szenen aus den frühen 1980er Jahren offen, indem Negative auf Papier aus den 1970er Jahren entwickelt werden und damit das gegenwärtige Bildergedächtnis vervollständigen.

KLAMMEROBJEKTE

Klammerobjekt 1, 2012.

Klammerobjekt 1, 2012.

Klammerobjekt 2, 2012.

Klammerobjekt 2, 2012.

Klammern, 2012.

Klammern, 2012.

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